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Ostmasuren - Mazury Garbate - Buckelmasuren

 

Masuren als geografische Region ist kein gleichförmiges Gebilde. Der östliche Teil dieses nicht nur bei den deutschen Urlaubern beliebten Landstriches wurde von der Natur mit einer besonderen Schönheit ausgestattet. In Folge der Eiszeit entstand ein Landschaftsrelief, was es so kein zweites Mal gibt. Wegen der vielen Hügel wird Ostmasuren auch als Buckelmasuren (auf Polnisch Mazury Garbate) bezeichnet.

Kurz nach Giżycko, welches noch zur recht flachen Region der Großen Masurischen Seen gehört,  wird die Gegend wellig. Um so weiter man nach Osten fährt, um so größer wird der Höhenunterschied der Moränenhügel.

Schaut man auf die Verwaltungskarte der polnischen Woiwodschaft Ermland und Masuren (Warmińsko-Mazurskie), dann verteilt sich Ostmasuren auf die drei Landkreise Ełk (früher Lyck), Olecko (früher Treuburg) und Gołdap (damals schrieb man Goldap so).

Hier befand sich bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges die südöstliche Grenze von Ostpreußen. Der östliche Teil gehörte zu Polen und war infolge der der polnischen Teilungen längere Zeit auch Gebiet vom russischen Reich.

Weiter östlich schließt sich eine Region an, welche noch größere Höhenunterschiede im Landschaftsprofil aufzuweisen hat: Suwalszczyzna, das Suwałki-Land.

 

 
Ruhige Waldseen laden zum Baden ein.
Storch im Gleitflug
Pferde gibt es überall
Stimmungsvolle Abende am Lagerfeuer.
 

 

Westlich von Olecko bis zu weiter südlich gelegenen Kreisstadt Ełk zieht sich eine Seenkette, welche als Seenplatte von Olecko bezeichnet wird. Neben vielen größeren Seen gibt es noch eine Vielzahl von kleineren Seen, die idyllisch ins Landschaftsprofil eingebettet sind. Auf den Dörfern liegen die Gehöfte recht weit auseinander. Ein idealer Ort, um in einer der vielen agrotouristischen Pensionen oder in einem Ferienhaus Urlaub zu machen. Dort genießt man die Ruhe und kann auf kleinen Straßen mit dem Fahrrad durch die wunderschöne Landschaft fahren.

Etwas belebter geht es in den drei Kreisstädten zu, wo man in Hotels sein Urlaubsquartier findet. An den Seen gibt es Promenaden für Spaziergänge und viele Geschäfte für lange Einkaufsbummel.

Gołdap an der Grenze zur russischen Exklave Kaliningrader Gebiet ist einer der polnischen Kurorte. Die reine Luft in der kaum von Industrie belasteten Region macht es möglich. Von hier ist es auch nicht weit bis zu dem als Rominter Heide bekannten Urwaldgebiet. Das aus Fichtenwäldern und zahlreichen Mooren bestehende Gebiet ist neben dem Urwald von Białowieża eines der letzten unveränderten Waldgebiete in Europa. Interessant dabei ist, dass man auf Pflanzenarten trifft, die eher in subarktischen Regionen vorkommen. Deshalb vergleicht man diese Region oft auch mit der russischen Taiga. Die Spuren der letzten großen Eiszeit sind in Ostmasuren nicht zu übersehen.

Ein Teil der Rominter Heide befindet sich auf polnischen Gebiet, der andere gehört schon zu Russland. In diesen Wäldern gingen einst die Hochmeister des Deutschen Ordens, sowie preußische Herzöge und Könige zur Jagd. Diese Tradition setzte der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II. fort. An diesen erinnern noch viele Gedenksteine, wo die Jagderfolge des Kaisers eingemeiselt sind. Zahlreiche markierte Wanderwege leiten die Urlauber sicher durch die Wälder.

Die Anreise aus Deutschland nimmt etwas Zeit in Anspruch, aber dafür wird man mit einer wunderschönen Landschaft und einem erholsamen Urlaub belohnt.
























 

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